Pressemitteilung: Parkplatzprivilegien überdenken

Zu der aktuellen Berichterstattung über die zukünftige kostenpflichtige Bewirtschaftung von Parkflächen für städtische Mitarbeiter als auch Angestellte der Gladbecker Schulen, nimmt DSL Fraktionsmitglied Thomas Weijers Stellung:

 

Der Haushaltssanierungsplan trägt viele unangenehme Veränderungen für die Bürger in Gladbeck in sich, die steigenden Parkgebühren, die Ausweitung der kostenpflichtigen Zonen, aber auch die kostenpflichtige Nutzung der Parkplätze für städtische Mitarbeiter gehören dazu. Die nun veröffentlichte Ablehnung der Gebührenpflicht an Gladbecker Schulen durch die Lehrer Gewerkschaft GEW auf diese Situation ist verständlich. Die Berufsrealität vieler anderer Menschen in unserer Stadt zeigt aber, dass diese schon lange Arbeitsplatz nahe Parkplätze bezahlen müssen und die hier in Gladbeck erhobenen 20 Euro Monatsmiete verhältnismäßig gering ausfallen. Sich nun gegen diese Entwicklung zu wehren ist das gute Recht der Lehrkräfte, der Boykott oder andere Mittel können ein Weg sein die sicher genutzt werden sollten.

 

Wenn Politik den Bürgern und den städtischen Angestellten mehr Opfer abverlangt, muss Politik aber auch an den Abbau eigener Privilegien denken. Eines dieser Privilegien ist die Nutzung der Parkflächen hinter dem alten Rathaus, die bisher neben den Dezernenten und dem Bürgermeister, auch von einer kleinen Zahl von Ratsmitgliedern vornehmlich aus den Reihen der SPD und Grünen auch außerhalb von Sitzungszeiten mit genutzt wurden. Die Nutzung dieser Parkflächen bringt viele Vorteile mit sich, kurze Gehwege zum Rathaus, keine Parkplatzsuche und bisher fehlende Parkgebühren. Da mir selbst die Rahmenbedingung für die bisherige und zukünftige Nutzung dieser Parkflächen unbekannt ist, habe ich dazu eine Anfrage an den Bürgermeister gerichtet.

 

Die Mitglieder der DSL Fraktion bestehend aus FDP und Piraten sind der Auffassung, dass auf die Nutzung dieser Sonderparkplätze für die Ratsmitglieder und Fraktionsvorsitzenden in Zukunft verzichtet werden sollte. Selbst eine kostenpflichtige Nutzung, hebt nicht die Vorteile der kurzen Wege und der ausbleibenden Parkplatzsuche aus und beinhaltet damit unverhältnismäßige Privilegien gegenüber den Bürgern unserer Stadt.

 

Ein Gedanke zu „Pressemitteilung: Parkplatzprivilegien überdenken

  1. Wolfgang

    vornehmlich aus den Reihen der SPD und Grünen, auch außerhalb von Sitzungszeiten“ mit genutzt würden.
    Zitat Ende

    das kann wohl so sein ! ?
    denn es wundern mich immer wieder, wenn ich mal dort hergehe, wie viele PKW’s dort –unbehelligt – parken (dürfen).

    Kein Knölleken, man kennt sich ja wohl (beim St. 32 ) ? !
    (aber es gibt immer die „Anderen dürfen das“ , zumind. meinen sie das )

    Soll allerdings nicht ! Motto : ich bin wichtig ? ( und Gehbehindert ? )

    Allerdings wird auf dem hinteren Gelände m.E. sehr viel „unübersichtlich“ geparkt.

    Ohne dass erkenntliche Ausweise/Erlaubnisse o.ä. ausgelegt sind .

    Da ja, leider unsere Dezernenten* ( auch in Zukunft) wohl von außerhalb anreisen aktl. + in Zukunft, werden,
    ist es schon sinnvoll am Rathaus zu parken.

    Allerdings sind die evtl. 20 € bei der Gehaltsklasse – B – erträglich ! Und mindern die Lebensunterhalts-Kosten wohl kaum merklich ;-)

    * bis auf einen; aber der könnte ja auch mit dem Rad ??? J

    ob da allerdings auch zwischenzeitlich : außerhalb Büro, Termine „rufen“ .. ?! ( Aber trotzdem den Zwanni../Mon. )

    Beim Bürgermeister möchte ich das differenzierter sehen:
    Da er ja auch zwischendurch mal mit dem KFZ zu Terminen muss… .
    ( und am WE den Privat-Wagen nutzt, wie bekannt ; auch wenn Steuerlich evtl. geltend gemacht werden könnte )

    Glückauf

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