Die A 52 kommt….persönliche Stellungnahme zur aktuellen Berichterstattung

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Die A 52 kommt, daran besteht und bestand lange kein Zweifel. Nur die SPD hat uns im Kommunalwahlkampf lange versucht, das Gegenteil zu verkaufen. Den Bürgern nahe zu bringen, dass ihre Interessen ernst genommen werden. Wie bereits in meinem Blogspot „Die B 224 und das Doppelspiel der #SPD #Gladbeck“ (http://dsl-gladbeck.de/?p=25) beschrieben, halte ich das gesamte Verhalten der SPD für einen Wahlkampftrick.

Nun wird die A 52 kommen, ohne Wittringen in der Form zu schützen wie es sich die Bürger in Gladbeck gewünscht haben. Vor allem mit einem wichtigen Signal, demokratische Entscheidungsprozesse wie Ratsbürgerentscheide haben keinen Wert in unserer Gesellschaft (auch wenn vorher sogar Landesregierungen ihre Unterstützung zugesagt hatten).

Konsequent in ihrer Pro A 52 Haltung waren stets die FDP und CDU, denen man im ganzen Prozess keine Vorwürfe machen kann. Vor allem Sven Vollmering hat hier stets sehr offen die Haltung der CDU artikuliert und viel Licht in die verdunkelten Vorgänge, rund um die A 52 gebracht. Ebenso mein Fraktionskollege Michael Tack, der bereits im Kommunalwahlkampf versuchte die Geschichten der SPD zu entkräften.

Inkonsequenz ist nur auf Seiten der SPD und eventuell der Grünen zu finden, die vielleicht sogar geplanter Weise den Willen vieler Gladbecker Bürger umgangen haben. Das Groschek seine Pläne im Vorfeld nicht mit der SPD Gladbeck abgestimmt hatte, kann ich mir auf Grund der guten Verbindungen aus Gladbeck zu Ihm nicht vorstellen.

Das Autobahnkreuz A 52/ A 2 wird nun in der schlechtesten Art und Weise für Gladbeck umgesetzt. Auch der verbesserte Lärmschutz am viel zu kurzen Tunnel, ist kein Meisterstück das uns die Genossen hier gemessen an ihren Ansprüchen präsentieren.

Ich bin kein Freund des Ausbau der A 52, halte ihn aber schon lange für nicht zu verhindern. Ein längerer Tunnel und ein Unterflieger, hätten mir die Entscheidung für eine A 52 in dieser erzwungenen Situation einfacher gemacht. Das Schauspiel der SPD das zum ausheben des Bürgerwillen aufgelegt wurde, hat uns nun meiner Meinung nach ein unvorteilhaftes Ergebnis beschert. Ich halte es für unmöglich, dass die A 52 nicht gebaut wird. Viel mehr glaube ich, dass Veränderungen in einem Planungsprozess nur noch nach der Eröffnung der Bauplanung erreicht werden können. Auch meine Partei hat ihre Haltung zur A 52 nach dem Ratsbürgerentscheid deutlich verändert. Bereits im Vorjahr setze sich die Haltung durch, dass wenn ein Ausbau nicht zu verhindern ist der Ausbau mit einem Tunnel die Mindestanforderung der Piraten an einen Ausbau darstellt. Diese Mindestanforderung ist aus Sicht meiner Parteifreunde erfüllt. Es wird weiter befürchtet, dass mit einer Ablehnung der Tunnelplanung durch den Stadtrat andere Modelle(ohne Tunnel) zum Zuge kommen könnten. Den Ausbau im Interesse Gladbecks maßgeblich zu beeinflussen, wird juristisch nur möglich sein wenn ein Bauplanungsprozess in Gang gebracht wird. Ob juristische Mittel den Ausbau stoppen können? Das kann ich nicht beantworten. Veränderungen z.B. am ungeliebten Autobahnkreuz, wird man nicht mehr am Verhandlungstisch sondern in erster Linie vor Gericht erreichen können. Mit Bauchschmerzen kann ich mir so ein Ja zum Ausbau vorstellen, um damit auch den Weg hin zu juristischen Lösungen zu öffnen. 

Eine Ablehnung der derzeitigen Ausbaupläne kann meiner Auffassung nach eventuell dazu führen, dass die A 52 auch ohne Tunnel ausgebaut wird. Der unbedingte Wille die A 52 um jeden Preis auszubauen, wurde durch die SPD auf allen Ebenen bewiesen.

Thomas Weijers

(Ratsherr der Piraten in der DSL Ratsfraktion)

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