Anfrage der DSL Fraktion zur Mittagstischversorgung in den städtischen Kindergärten (06.03.2015)

Sehr geehrter Herr Weichelt,

ich bedanke mich für die DSL Fraktion für die schnelle Antwort auf unsere Anfrage zur Mittagstischversorgung in städtischen Kindergärten.

 

Wir haben erfreut zur Kenntnis genommen, dass als Folge unserer Nachfrage für die Kinder im letzten Kindergartenjahr für mögliche Vorschulkurse für das einmalige Mittagessen pro Woche eine Sonderregelung getroffen werden soll.

 

Das generell davon Abstand genommen wird, eine weitere Staffelung der Mittagstischgebühren vorzunehmen entspricht nicht den Ansprüchen eines flexiblen Kindergartenangebotes, dass es Eltern mit unterschiedlichen beruflichen Belastungen auch ermöglichen muss Zuhause mit ihren Kindern zu kochen. Auf unsere Anfrage vom 25.02.2015 antworten sie auf unsere Frage zur Staffelung wie folgt

 

Über die in Frage 2 angesprochene Lösung hinaus sind keine weiteren Staffelungen beim Verpflegungsentgelt vorgesehen. Mit der Pauschalisierung soll insbesondere erreicht werden, dass möglichst alle Kinder in der Gruppe regelmäßig am Essen teilnehmen. Dies als fester verlässlicher Bestandteil des Tagesablaufes.“

 

Damit unterstellen sie Eltern die bisher aus beruflichen Gründen nur zwei bis drei mal die Woche auf das Mittagessen im Kindergarten zurück greifen mussten, dass ein geregelter Tagesablauf mit Mittagessen Zuhause so nicht sicher gestellt werden kann. Indirekt nötigen sie die Eltern dazu, auf zwei zusätzliche Mittagessen Zuhause im Kreis der Familie zu verzichten um die Geschlossenheit der Kindergartengruppe zu gewährleisten. Gerade im Angesicht der bereits in der Praxis befindlichen Staffelung(3x und 5x/Woche) der katholischen Kindergärten, versteht die DSL Fraktion die Haltung der Stadtverwaltung nicht und würde sich Nachbesserung im Sinne der Familien erhoffen.

 

Wir halten eine gestaffelte pauschale Abrechnung der Mittagessen(1x,3x,5x), gegenüber einer Einzelabrechnung durch aus für angebracht um den bürokratischen Aufwand für die Erzieherinnen zu senken. Ein wie jetzt geplantes starres und Familien unfreundliches System wird von uns gerade im Angesicht parallel existierender besser laufender Systeme abgelehnt.

 

Ergänzend zu diesen Anmerkungen bitten wir sie folgende Fragen zu beantworten, da sie im Rahmen ihres Schreiben vom 02.03.2015 für uns nicht ausreichend beantwortet wurden.

 

1. Wie genau staffelt sich die Zusammensetzung der nun erhobenen Pauschale von 51 €?

 

2. Laut ihrem Schreiben bedarf es bei geringfügigen Gebührenerhöhungen keiner Zustimmung der Eltern. Laut unseren Informationen lag das Versorgungsentgelt bei den U3 Kindern bisher bei 1.40€ pro Essen also rund 28 € nun 51 € im Monat. Ist die Erhöhung von 23 € geringfügig genug um auf die Zustimmung der Eltern zu verzichten?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Thomas Weijers

DSL Ratsfraktion Gladbeck

 

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